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Körper

Handpflege-Ritual: Weiche Hände und gepflegte Nagelhaut

Häufiges Waschen, Kälte und Putzmittel trocknen die Hände aus. Ein Abendritual in fünf Schritten für weiche Hände, glatte Nagelhaut und kräftige Nägel.

4 Minuten LesezeitRedaktion die-beautyoase.de

Hand mit gepflegten, kurzen Nägeln liegt auf sonnenbeschienener Haut
Inhalt
  1. Warum Hände so schnell trocken werden
  2. Kleine Änderungen im Alltag
  3. Das Abendritual in fünf Schritten
  4. Welche Handcreme wann passt
  5. Nägel: weniger ist oft mehr
  6. Wann du die Hände ärztlich zeigen solltest
  7. Häufige Fragen

Kaum ein Körperteil arbeitet so viel wie die Hände und bekommt so wenig Aufmerksamkeit. Sie werden gewaschen, desinfiziert, in Spülwasser getaucht und dem Wetter ausgesetzt. Ein kurzes Ritual am Abend gibt ihnen zurück, was der Tag genommen hat.

Warum Hände so schnell trocken werden

Auf dem Handrücken ist die Haut dünn und besitzt wenige Talgdrüsen. Die Handflächen haben gar keine. Der natürliche Schutzfilm ist also von Haus aus schwächer als an anderen Stellen.

Jedes Händewaschen löst einen Teil der hauteigenen Fette. Seife, heißes Wasser, Desinfektionsmittel, Putzmittel und kalte Luft verstärken das. Die Folge sind raue Stellen, Spannungsgefühl und im Winter manchmal schmerzhafte Risse.

Hinzu kommt, dass die Hände fast immer unbedeckt sind. Sonne, Wind und Kälte treffen sie das ganze Jahr. Viele denken beim Sonnenschutz an das Gesicht und vergessen die Handrücken, obwohl sie ähnlich viel Licht abbekommen.

Kleine Änderungen im Alltag

Bevor es um das Ritual geht, lohnt ein Blick auf den Tag. Schon wenige Änderungen entlasten die Haut:

  • Wasche die Hände lauwarm statt heiß.
  • Nimm eine milde Seife oder ein Syndet und spüle gründlich ab.
  • Trockne die Hände sorgfältig ab, auch zwischen den Fingern.
  • Trage beim Putzen und Spülen Handschuhe.
  • Zieh im Winter draußen Handschuhe an, bevor die Hände kalt werden.
  • Stell eine Handcreme dorthin, wo du sie siehst: ans Waschbecken, auf den Schreibtisch, in die Tasche.

Das Abendritual in fünf Schritten

Plane etwa zehn Minuten ein. Du brauchst eine Schale mit warmem Wasser, ein Handtuch, ein Rosenholzstäbchen oder ein weiches Tuch, eine Nagelfeile und eine reichhaltige Handcreme.

  1. Einweichen. Bade die Hände zwei bis drei Minuten in warmem Wasser. Ein Tropfen mildes Öl im Wasser ist angenehm, aber kein Muss.
  2. Nagelhaut zurückschieben. Schiebe die weiche Nagelhaut sanft mit dem Stäbchen oder dem Handtuch zurück. Nicht schneiden, nicht reißen.
  3. Feilen. Trockne die Nägel gut ab und feile sie in eine Richtung, von der Seite zur Mitte. Hin- und Hersägen raut die Nagelkante auf.
  4. Öl für die Nagelhaut. Massiere einen Tropfen Nagel- oder Pflanzenöl in jede Nagelhaut ein.
  5. Eincremen und massieren. Verteile die Creme großzügig und massiere jede Hand etwa eine Minute lang.

Kurz gesagt: Lauwarm waschen, gut abtrocknen, nach dem Waschen cremen und abends zehn Minuten für Nagelhaut und Massage einplanen. Regelmäßigkeit wirkt stärker als jedes einzelne Produkt.

Die Handmassage

Die Massage ist der Teil, der aus Pflege eine Pause macht. So gehst du vor:

  • Streiche mit dem Daumen in kleinen Kreisen über die Handfläche.
  • Umfasse jeden Finger einzeln und streiche von der Wurzel zur Spitze.
  • Knete sanft den Ballen unter dem Daumen.
  • Streiche zum Schluss mit der ganzen Hand vom Handgelenk bis zum Ellbogen.

Atme dabei ruhig weiter. Wer mag, verbindet das Handritual mit weiteren kleinen Gewohnheiten. Anregungen findest du im Beitrag Pflege-Rituale etablieren.

Welche Handcreme wann passt

Situation Sinnvolle Textur Typische Inhaltsstoffe
Tagsüber, zwischendurch Leicht, zieht schnell ein Glycerin, leichte Öle
Abends, als Kur Reichhaltig Sheabutter, Wachse, Urea
Rissige Stellen Sehr fetthaltige Salbe Petrolatum, Lanolin

Glycerin und Urea binden Feuchtigkeit, Fette und Wachse halten sie in der Haut. Auf rissiger Haut kann Urea brennen. Dann ist eine einfache, fetthaltige Salbe die bessere Wahl. Lanolin, also Wollwachs, vertragen die meisten gut, einzelne reagieren darauf jedoch allergisch.

Welche Textur dem übrigen Körper guttut, liest du im Beitrag Bodylotion, Körperbutter oder Körperöl.

Nägel: weniger ist oft mehr

Nägel bestehen aus Keratin und reagieren empfindlich auf ständigen Wechsel zwischen nass und trocken. Brüchige Nägel sind deshalb häufig eine Folge von viel Wasserkontakt und Reinigungsmitteln.

Gönne den Nägeln zwischen zwei Lackierungen eine Pause und verwende acetonfreien Entferner, wenn deine Nägel trocken sind. Nutze die Nägel nicht als Werkzeug zum Kratzen oder Öffnen.

Eine Glasfeile oder eine feine Sandblattfeile ist schonender als eine grobe Metallfeile. Kürze die Nägel lieber regelmäßig ein wenig, als sie selten und stark zu schneiden.

Wann du die Hände ärztlich zeigen solltest

Tiefe Risse, die nicht heilen, juckende Bläschen, nässende Stellen oder eine entzündete, geschwollene Nagelhaut gehören in ärztliche Behandlung. Das gilt auch für Nägel, die sich verfärben, verdicken oder vom Nagelbett lösen. Ein Handekzem oder ein Nagelpilz lässt sich mit Pflege allein nicht beheben.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich meine Hände eincremen?

Am besten nach jedem Waschen eine kleine Menge und abends einmal großzügig. Wer das tagsüber nicht schafft, profitiert trotzdem deutlich von der Abendpflege.

Darf ich die Nagelhaut schneiden?

Besser nicht. Die Nagelhaut schützt den Bereich, aus dem der Nagel wächst. Schneiden kann zu kleinen Verletzungen und Entzündungen führen. Schiebe sie nach dem Einweichen sanft zurück.

Helfen Baumwollhandschuhe über Nacht?

Sie können helfen. Die Creme bleibt auf der Haut statt auf der Bettwäsche und hat länger Zeit einzuziehen. Probiere aus, ob du damit gut schläfst.

Dieser Beitrag informiert allgemein über Kosmetik und Pflege und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Bei anhaltenden Beschwerden an Haut oder Augen wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.

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