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Gesicht

Hautpflege im Sommer: Leichte Routine für heiße Tage

Hitze, Schweiß und Sonne verändern, was die Haut braucht. So stellst du deine Gesichtspflege im Sommer um: leichtere Texturen, Sonnenschutz, Abkühlung.

4 Minuten LesezeitRedaktion die-beautyoase.de

Palmen und Sanddünen unter blauem Himmel, im Vordergrund Palmwedel
Inhalt
  1. Was Hitze mit der Haut macht
  2. Die Routine entschlacken
  3. Sonnenschutz ist der wichtigste Schritt
  4. Abends: runter mit dem Tag
  5. Kleine Oasen im Alltag
  6. Was du im Sommer besser lässt
  7. Häufige Fragen

Im Sommer verhält sich die Haut anders als im Rest des Jahres. Sie schwitzt mehr, produziert oft mehr Talg und bekommt deutlich mehr UV-Strahlung ab. Eine Routine, die im Februar perfekt war, fühlt sich im Juli schnell schwer und klebrig an.

Was Hitze mit der Haut macht

Wärme regt die Schweißdrüsen an. Schweiß kühlt, mischt sich aber auf der Hautoberfläche mit Talg, Sonnenschutz und Staub. Bei manchen entstehen dadurch leichter Unreinheiten. Gleichzeitig verliert die Haut durch Sonne, Wind, Salzwasser und klimatisierte Räume Feuchtigkeit.

Das Ergebnis ist ein scheinbarer Widerspruch: Die Haut glänzt und spannt zugleich. Sie braucht dann nicht mehr Fett, sondern mehr Feuchtigkeit in einer leichten Form.

Nicht jede Haut reagiert gleich. Sehr trockene Haut bleibt auch im Sommer trocken und braucht weiterhin Lipide, nur vielleicht in einer leichteren Textur. Beobachte deine Haut ein paar Tage lang, bevor du die Routine umstellst: Wo glänzt sie, wo spannt sie, wo zeigen sich Unreinheiten?

Die Routine entschlacken

Im Sommer gilt: lieber wenige, gut gewählte Schichten. Eine mögliche Aufteilung sieht so aus:

Schritt Kühle Jahreszeit Sommer
Reinigung morgens Milde Reinigung Milde Reinigung oder nur lauwarmes Wasser
Feuchtigkeit Serum plus reichhaltige Creme Toner oder Serum plus leichtes Gel
Schutz Sonnenschutz nach Bedarf Sonnenschutz jeden Tag
Reinigung abends Gründlich Besonders gründlich, Sonnenschutz muss runter

Ein feuchtigkeitsspendender Toner oder ein Serum mit Hyaluronsäure liefert Feuchtigkeit, ohne zu beschweren. Reichhaltige Cremes mit vielen Ölen und Wachsen dürfen bis zum Herbst Pause machen, wenn sie dir zu schwer werden.

Stelle die Routine schrittweise um und tausche nicht alles an einem Tag. So erkennst du, welche Änderung deiner Haut guttut und welche nicht.

Sonnenschutz ist der wichtigste Schritt

UV-Strahlung gilt als wesentlicher äußerer Faktor für vorzeitige Hautalterung und erhöht das Hautkrebsrisiko. Sonnenschutz ist deshalb keine Kosmetikfrage, sondern Vorsorge.

  • Trage ein Produkt mit hohem Lichtschutzfaktor und UVA-Schutz auf.
  • Nimm genug davon. Zu sparsam aufgetragen, erreicht kein Produkt den angegebenen Schutz.
  • Vergiss Ohren, Hals, Nacken und Haaransatz nicht.
  • Creme regelmäßig nach, besonders nach dem Schwitzen und Baden.
  • Meide die pralle Mittagssonne und nutze Schatten, Hut und Kleidung.

Wenn dir Sonnencreme im Gesicht zu schwer ist, probiere fluide oder gelartige Texturen. Der beste Sonnenschutz ist der, den du tatsächlich jeden Tag aufträgst.

Sonnenschutz ist der letzte Schritt der Pflege und kommt vor dem Make-up. Lass ihn kurz antrocknen, bevor du weitere Produkte aufträgst. Auch die Lippen brauchen Schutz, dafür gibt es Pflegestifte mit Lichtschutzfaktor. Angebrochene Sonnencreme aus dem Vorjahr prüfst du vor dem ersten Einsatz: Riecht sie verändert oder hat sie sich getrennt, gehört sie ersetzt.

Kurz gesagt: Im Sommer braucht die Haut leichte Feuchtigkeit, gründliche Reinigung am Abend und jeden Tag ausreichend Sonnenschutz. Alles andere ist Kür.

Abends: runter mit dem Tag

Sonnenschutz, Schweiß und Staub bilden bis zum Abend einen Film, der gründlich entfernt werden sollte. Wasserfeste Produkte lösen sich mit einem Reinigungsöl oder Balsam leichter als mit Waschgel allein. Danach reicht eine leichte Feuchtigkeitspflege.

Hat die Haut viel Sonne abbekommen, tut Kühle gut: lauwarm statt heiß duschen, ein Gel aus dem Kühlschrank, ein feuchtes Tuch auf Stirn und Wangen. Auch eine Feuchtigkeitsmaske passt jetzt gut. Auf Säuren, Retinol und Peelings verzichtest du an solchen Abenden besser.

Bei einem Sonnenbrand mit Blasen, Fieber oder Schüttelfrost solltest du ärztlichen Rat einholen.

Kleine Oasen im Alltag

Hitze macht müde, auch die Haut wirkt dann schneller fahl. Ein paar einfache Gewohnheiten helfen:

  • Lagere Gel-Produkte und Tuchmasken im Kühlschrank.
  • Wasch dir mittags die Hände und halte die Handgelenke kurz unter kühles Wasser.
  • Trink ausreichend. Das ersetzt keine Pflege, aber der Körper braucht bei Hitze mehr Flüssigkeit.
  • Tupfe Schweiß ab, statt ihn zu verreiben.
  • Wechsle den Kopfkissenbezug im Sommer häufiger.

Was du im Sommer besser lässt

Neue, starke Wirkstoffe mitten in der Urlaubszeit einzuführen, ist keine gute Idee. Die Haut hat mit Sonne, Salz und Chlor genug zu tun. Auch parfümierte Produkte direkt vor dem Sonnenbad können bei manchen Menschen Reizungen oder Flecken begünstigen. Trage Duft lieber auf die Kleidung oder verzichte am Strand ganz darauf.

Hartnäckige Pigmentflecken, ein Muttermal, das sich verändert, oder Ausschlag nach dem Sonnen sind Fälle für die Hautarztpraxis.

Häufige Fragen

Brauche ich im Sommer überhaupt eine Feuchtigkeitscreme?

Meistens ja, nur leichter. Viele kommen im Sommer mit einem Gel oder einer leichten Lotion aus. Manchen genügt an heißen Tagen ein Feuchtigkeitsserum unter dem Sonnenschutz.

Wie oft muss ich Sonnenschutz nachcremen?

Regelmäßig, vor allem nach dem Schwitzen, Baden und Abtrocknen. Nachcremen erhält den Schutz, verlängert aber nicht die Zeit, die du insgesamt in der Sonne bleiben kannst.

Hilft Thermalwasserspray gegen trockene Haut?

Es erfrischt kurzfristig. Verdunstet das Wasser, kann die Haut danach sogar trockener wirken. Tupfe Reste ab oder trage anschließend eine Feuchtigkeitspflege auf.

Darf ich im Sommer Säurepeelings verwenden?

Ja, aber zurückhaltend und abends. Die Haut ist danach lichtempfindlicher, deshalb ist konsequenter Sonnenschutz am Tag Pflicht.

Dieser Beitrag informiert allgemein über Kosmetik und Pflege und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Bei anhaltenden Beschwerden an Haut oder Augen wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.

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